Praxisbeispiel | Bedarf, Funktionen und Technologieentscheidungen

Produktfunktionen mit Technologielösungen verbinden

Ein industrielles Beispiel zeigt, wie Sie Kundenbedarf, Produktfunktionen, Technologieoptionen und erforderliche Nachweise miteinander verbinden.

InnovationFlow · 15. Oktober 2026 · 4 Minuten

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Welche Aufgabe soll die Technologie erfüllen?

Ein Entwicklungsteam soll einen Schwingungssensor an einer Pumpe einsetzen. Zuerst lohnt sich eine präzisere Frage: Welche Aufgabe soll das Produkt erfüllen? In diesem Beispiel soll es eine beginnende Verschlechterung früh genug erkennen, damit die Instandhaltung eingreifen kann. Der Sensor ist eine mögliche Lösung. Früherkennung ist die Funktion.

T-Plan verbindet Markt-, Produkt- und Technologieperspektiven. Im Produktgespräch geht es unter anderem um Merkmale, Funktionen und Eigenschaften. Die Technologieperspektive untersucht mögliche Umsetzungen. Verwenden Sie Begriffe, die Ihr Team versteht, und halten Sie diese Beziehungen sichtbar. [1]

Beispiel: Zustandsüberwachung für industrielle Pumpen

Ein fiktiver Pumpenhersteller untersucht eine nachrüstbare Überwachungseinheit. Die Kunden wollen unerwartete Stillstände reduzieren. Daraus entstehen Funktionen: Verschlechterung erkennen, während eines kurzen Zugangsfensters montieren und unter den festgelegten Umgebungsbedingungen arbeiten.

Beschleunigungs- und Ultraschallsensorik sind mögliche Ansätze zur Erkennung. Eine magnetische Befestigung adressiert die Montage. Ein abgedichtetes Gehäuse adressiert die Umgebung. Diese Komponenten erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine gemeinsame Rangliste ohne Funktionsbezug würde wichtige Unterschiede verdecken.

Die Optionen brauchen Prüfungen mit repräsentativen Fehlerbildern und Montagebedingungen. Eine Komponentenspezifikation allein belegt noch nicht den Nutzen des vollständigen Produkts beim Kunden.

Beziehungen und Wissenslücken in einer Matrix zeigen

Stellen Sie die Produktfunktionen den Technologieoptionen gegenüber. Halten Sie fest, ob eine Option die Funktion unterstützt, einen nachteiligen Effekt erzeugt, keinen wesentlichen Zusammenhang hat oder noch nicht beurteilt wurde. Schreiben Sie die Begründung und den erforderlichen Nachweis dazu.

Unbekannt ist kein Nullwert. Bei gewichteten Bewertungen sollte das Team prüfen, ob eine plausible Änderung eines unsicheren Wertes oder einer Gewichtung die Reihenfolge umkehrt. Eine Zahl ersetzt nicht die Prüfung der technischen Eignung.

Die offenen Fragen in die Roadmap übernehmen

Die Roadmap verbindet Ebenen und Zeit. Eine Technologieoption sollte auf die Funktion zurückführen, die sie ermöglicht, und auf den Bedarf hinter dieser Funktion. [2]

Setzen Sie die Prüfung vor den Feldpilot und die Pilotbewertung vor eine größere Investitionsentscheidung. Benennen Sie, wer den Nachweis erbringt und welches Ergebnis die bisher bevorzugte Option verändern würde.

Quellen

  1. [1]Phaal, R., Farrukh, C.J.P. and Probert, D.R. (2001). T-Plan: The fast start to Technology Roadmapping - planning your route to success. Institute for Manufacturing, University of Cambridge. Originalquelle ↗
  2. [2]Phaal, R. and Muller, G. (2009). An architectural framework for roadmapping: Towards visual strategy. Technological Forecasting and Social Change, 76(1), 39–49. Originalquelle ↗